Aufgabe
Auf dem Gelände der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Lindenhof (KKJL) in Berlin/Lichtenberg entsteht eine
Kinder- und Jugendpsychiatrie mit 40 Plätzen. Das abseitig der Hauptgebäude gelegene
Haus F soll durch einen Neubau ergänzt werden. 20 tagesklinische Therapieplätze sind
im Altbau, 20 vollstationäre Therapieplätze befinden sich im ergänzenden Neubauteil.
Gebäudekörper
In einer Senke auf der nördlichen Seite des bestehenden Hauses F wird der
dreigeschossige Neubau in einen offenen Landschaftsraum zwischen Baumgruppen der
Parklandschaft gesetzt. Altbau und Neubau bilden durch Stellung der Gebäudeteile einen
geschützten Innenbereich für die Außenspielräume der Kinder und Jugendlichen.
Die Terrassierung des Neubauteils an den Kopfseiten des länglichen Gebäudes verbindet
mit dem Landschaftraum und schafft Aussenräume in den Geschossebenen. Alt- und Neubau werden
trotz eines Verbindungsbauteils auf „Abstand“ gehalten.
Organisation; Gestaltung
Der Haupteingang zur Kinder- und Jugendpsychiatrie befindet sich im Neubau.
Dieser liegt an der Schmalseite des Neubauteils auf einer Höhe mit der Frontseite des Hauses F, entlang der
Zufahrtstraße zum inneren Hauptkomplex des Kinderkrankenhauses.
Die Gestaltung der Architektur, besonders des Neubauteils sieht helle, lichte Räume vor.
Die längliche Gebäudefigur sieht eine Aufteilung der Geschosseben in eine Tagzone
(mit den Tagräumen) entlang der geschützten Hofseite und einer Nachtseite
(mit den Schlafräumen) an der Nordseite zur Parklandschaft
vor. Im Garten -Mittelgeschoss befindet sich der
vollstationäre Bereich.
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Die Tag - und Nachtzonen der Kinder - und Jugendpsychatrie werden durch die Therapieräume
für besondere Nutzungen und Therapieformen im Obergeschoss ergänzt. Musik -,Sprach - und
Bewegungsräume erhalten,entsprechend ihrem therapeutisch experimentellem Charakter besondere
Farbgestaltungen,die gewünschte Stimmungen bei der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen
unterstützen.
Die gesamte Gestaltung der Architektur der Kinder- und Jugendpsychiatrie soll durch
Material, Licht und Farbe einer möglichen Ausgrenzung oder Isolation durch Krankheit
entgegenwirken und auf die Vielseitigkeit des Lebens aufmerksam machen. Die Architektur
soll auf eine freundliche und zurückhaltende Art mit dazu beitragen, dass die Kinder und
Jugendlichen, wenn sie wieder "das Schiff" verlassen, gestärkt ihr normales Leben weiterführen
werden können.
Fazit
Dieses ehrgeizige gestalterische Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit vielen
Planungsbeteiligten (Bezirk Lichtenberg/Hohenschönhausen, Senatsverwaltung Gesundheit und Soziales,
Senatsverwaltung Bauen und Wohnen, Krankenhaus Lichtenberg), jedoch auch unter einem
hohen Kostendruck. Der Baubeginn ist für 2003 geplant.
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