Navigation




 
 
This page in english
This page in english

Situation
Ansicht 1
 

Situation
Ansicht 2
 

Situation
Ansicht 3
 

Situation
Schnitt b b
 
Grollmitz Zappe Architekten

 

 
Ansicht Garten
Ansicht Seite
Der Ort
Einen berlintypischen und doch ungewöhnlichen Weg zum Besitz eines Hauses im Grünen sind die Eigner der Parzelle 21 in der Kolonie Mannheim in der Friedrichshaller Straße in Berlin-Wilmersdorf gegangen.

Ein junges Pärchen mit zwei kleinen Kindern, das so gar nicht dem Klischee klassischer Kleingärtner entspricht, hat sich auf eine traditionelle Berliner Einrichtung besonnen, um sich mitten in Berlin den Traum von einem Sommerhaus zu erfüllen.
 
Ansicht am Vierrutenberg
Lageplan Parzelle
 
 
 

Der Baukörper
Das Vordach und der Terrassenboden des Holzgebäudes strecken sich dem Ankommenden perspektivisch wie zwei einladende Arme entgegen. An ihren Enden läßt sich die im leichten Winkel gesetzte Fensterfront über die gesamte Hausbreite öffnen, so daß Wohn- und Naturraum ineinander greifen. Die Terrasse unterstreicht den nahtlosen Übergang: Außenwelt erscheint Innenwelt und Innenwelt erscheint Außenwelt.
 
Die Idee
Als das Projekt von den Bauherren angedacht wurde, war zunächst nur eines klar. Ein Haus im Grünen sollte es sein: stadtnah und bezahlbar; ein geradezu illusorisches Vorhaben. Trotzdem entwickelten die Bauherren eine Perspektive, wie Citylage und Finanzierbarkeit vereinbar schienen. Über eine Immobilienanzeige wurden sie auf eine 600 Quadratmeter große Parzelle einer Kleingarten- und Heimstättengenossenschaft in der Nähe der Mecklenburgischen Straße aufmerksam. Sie erwarben die Parzelle und wurden mit dem Kauf Mitglied einer 75 Jahre alten Genossenschaft, die mit festem Regelwerk - aber ohne direkte Einmischung bei der Gestaltung des einzelnen Grundstückes - über das Wohl und Weh des gesamten Areals wacht.

Auf der Parzelle stand eine kleine Holzhütte, eher ein Geräteschuppen als eine nutzbare Unterkunft. Pläne für die Gestaltung eines Hauses wurden geschmiedet. Zu Beginn entsprachen die Vorstellungen der Besitzer noch eher einer typischen Kleingartensiedlung. Eine Art „Hexenhütte” sollte es werden. Doch mit den Planungen der Architekten rückten sie von diesem Gedanken ab. Auf dem schlauchartigen Grundstück entwarfen die Architekten im hinteren Drittel - vom Parzelleneingang durch die Pflanzenwelt verdeckt - einen Pfahlbau mit einer breiten Fensterfront. Aufgeständert täuscht das Sommerhaus Mobilität vor, anpaßbar an andere Orte und Umgebungen, eine amerikanisch anmutende Vision.
 


 
 
Funktion und Gestaltung
Die Raumaufteilung des Gebäudes ist klar und einfach: In der Mitte liegt der Wohn- und Lebensbereich, rechts und links davon die Schlafräume sowie das abgeschlossene Bad. Schmale Fenster zu den Seiten und ein breiteres nach hinten bestätigen den Bewohnern in alle Richtungen die grüne Umgebung. Eine Lichtkuppel, die zentriert auf dem flachen Dach thront, gibt von innen den Blick auf den Himmel frei.

In braunroten Farben erstrahlt der Außenraum, in gelben der Innenraum. Diese warmen Töne tragen neben der einladenden und offenen Form zu dem absoluten Selbstverständnis des Gebäudes an seinem Standort bei. Ein Ort, der in unmittelbarer Nachbarschaft allein die gestalterischen Heimeligkeiten einer kleingärtnerischen Lebensform kennt.
 

Ansicht am Vierrutenberg
Vorderansicht

Grundriss
 
 


 
 
Text Dr. Manuela Zappe für die Austellung "da Architektur in Berlin 2001"

MICHAEL GROLLMITZ   STEFAN ZAPPE   DIPL.-ING. ARCHITEKTEN
ANNA-LOUISA-KARSCH-STR. 7, D-10178 BERLIN
FON +49-30-24721075   FAX +49-30-24721076
EMAIL: info@grollmitz-zappe-architekten.de

 Projekte


Gartenstadt
Geldern

Klinik
Lindenhof

Mémorial
de Gorée

Wohnhaus
Herzog

Wohnhaus
Kosnick-Stan

Sommerhaus
im Grünen

Wohnen im
Grenzbereich
 

 Vorträge


Metropolen
und die Kraft
ihrer Bilder
 

 Ausstellungen


uToPos