Ein Haus mit Garten
Chestertons Zitat aus dem 19. Jahrhundert zeigt seine weise Vorahnung, wie grundlegender sich die Welt in den nachfolgenden Epochen durch persönliches Einzelschicksal und weniger durch Ideologien und Utopien wandeln würde.
Wir schauen heute auf eine in weiten Bereichen neugestaltete Umwelt. Die Städte haben sich radikal verändert. Sie sind keine Städte mehr in einem räumlichen Zusammenhang aus Straßen und Plätzen. Städte bestehen heute aus Vorstädten, Vorstädte bestehen aus Häusern. Und diese besitzen kleine Gärten.
Unsere Arbeit Haus mit Garten verweist auf das
persönliche Schicksal. Darin wird die Geschichte einer Person oder auch mehrerer erzählt - mit der jeweiligen Ordnung eines kleinen künstlichen Weltensystems.
Das Spiegelhaus
Das Spiegelhaus gibt die Geschichte von Menschen mit ihren unmittelbaren Sehnsüchten und Trämen wieder. Die gläserne Glocke des persönlichen Kosmoses verweist auf das unerklärliche und Schicksalshafte der eigenen Geschichte.
Das Spiegelhaus ist eine Urhütte, eine unmittelbare Behausung,
die auf den Betrachter wie ein Spiegel eigener Träume wirkt. Die Glashülle dieses empfindlichen Kosmoses ist zerbrechlich und symbolisiert die Verletzbarkeit dieser kleinteiligen Welt.
Ausstellungsprojekt "u Topos/Künstliche Welten" in der Galerie "open room",
Berlin-Mitte, August/September 1998 Metropolis Architekten